Artikel 18 UN-KRK
Worum geht es?


Ein Kind braucht seine Eltern. Grundsätzlich sollen beide Elternteile für die Entwicklung und Erziehung des Kindes verantwortlich sein. So sieht es auch Art. 18 der UN-KRK. Darin steht:

(1) Die Vertragsstaaten bemühen sich nach besten Kräften, die Anerkennung des Grundsatzes sicherzustellen, dass beide Elternteile gemeinsam für die Erziehung und Entwicklung des Kindes verantwortlich sind. Für die Erziehung und Entwicklung des Kindes sind in erster Linie die Eltern oder gegebenenfalls der Vormund verantwortlich. Dabei ist das Wohl des Kindes ihr Grundanliegen.

(2) Zur Gewährleistung und Förderung der in diesem Übereinkommen festgelegten Rechte unterstützen die Vertragsstaaten die Eltern und den Vormund in angemessener Weise bei der Erfüllung ihrer Aufgabe, das Kind zu erziehen, und sorgen für den Ausbau von Institutionen, Einrichtungen und Diensten für die Betreuung von Kindern.

(3) Die Vertragsstaaten treffen alle geeigneten Maßnahmen, um sicherzustellen, dass Kinder berufstätiger Eltern das Recht haben, die für sie in Betracht kommenden Kinderbetreuungsdienste und -einrichtungen zu nutzen.

Bei der Erziehung des Kindes haben die Eltern das Kindeswohl als oberste Richtschnur zu beachten. Es wird davon ausgegangen, dass die Interessen des Kindes am besten von den Eltern wahrgenommen werden können. Das gilt auch für den Fall, dass Eltern getrennt leben. Grundsätzlich darf eine Trennung oder Scheidung der Eltern nicht dazu führen, dass das bestehende Band zwischen dem Kind und seinen Eltern aufgelöst wird.

Im Sinne des Kindeswohls muss das bestmögliche, im Interesse des Kindes stehende Betreuungsmodell implementiert werden. Im Jahr 2017 hat sich die Justizministerkonferenz für eine Prüfung einer gesetzlichen Regelung des Wechselmodells ausgesprochen.

Das Wechselmodell ist ein Betreuungsmodell, bei dem Kinder zwischen den Wohnungen der Eltern hin- und herwechseln, dabei annähernd gleich viel Zeit bei der Mutter und beim Vater verbringen und die Eltern mithin eine etwa hälftige Aufteilung der Erziehungs- und Betreuungsaufgaben übernehmen. Grundvoraussetzung für dieses Betreuungsmodell ist der Konsens und die Kommunikationsfähigkeit der Eltern. Und auch hier soll der Maßstab immer das Wohl des Kindes sein. Eine Bewertung kann demnach immer nur im Einzelfall erfolgen, sodass das Wechselmodell daher kein Regelfall werden dürfe.

 

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