Leos Tod


28. Oktober 2015

Leo ist tot! Er wurde qualvoll zu Tode misshandelt.


Es stellt sich die Frage, ob Fälle wie Leos Martyrium nicht eher hätten entdeckt und gegebenenfalls verhindert werden können.

 

Das System der sogenannten Frühen Hilfen kann immer erst dann greifen, wenn es Kenntnis von einem Hilfebedarf erlangt. Gleiches gilt für das zuständige Jugendamt und die Polizei. Sie haben nur dann die Chance gut und erfolgreich zu arbeiten, wenn sie zuvor Hinweise aus der Bevölkerung erhalten haben.

 

In Berlin und Hamburg sowie in Mecklenburg-Vorpommern, als erstem und immer noch einzigem Flächenland in Deutschlang, gibt es hierfür sogenannte Kinderschutzhotlines, Sondernotrufe für Hinweise auf gefährdete Kinder. Damit kann zumindest die Wahrscheinlichkeit erhöht werden, gefährdete Kinder wie Leo und andere eher zu bemerken und sie aus der Gefahrensituation herauszuholen. In Mecklenburg-Vorpommern hat sich die Zahl der Inobhutnahmen gefährdeter Kinder seit der Einrichtung der Hotline verdoppelt.

 

Solche Hotlines bieten zwar keine hundertprozentige Sicherheit, die Wahrscheinlichkeit, Fälle wie Leos zu entdecken ist allerdings doppelt so hoch wie in Ländern, in denen es keine derartige Hotline gibt. Länder ohne Kinderschutzhotlines haben darüber hinaus erheblich höhere Ausgaben in den Kommunen für Hilfen zur Erziehung oder eine Fremdunterbringung zu tätigen.

 

Die Deutsche Kinderhilfe fordert daher Kinderschutzhotlines in ganz Deutschland. „Das Leben von Leo und anderen Kindern sollte uns wenigstens den Versuch wert sein, derartige Hotlines zu etablieren, wenn wir nicht Mitschuld auf uns laden wollen“, so Rainer Becker, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe e. V.

 

Pressekontakt

Deutsche Kinderhilfe e.V. – Die Kindervertreter
Rainer Becker
Telefon: 030 24 34 29 40                                 

presse@kindervertreter.de
www.kindervertreter.de

Deutsche Kinderhilfe e.V.
Haus der Bundespressekonferenz
Schiffbauerdamm 40
10117 Berlin

<
>

Haben Sie Fragen?

Kontaktieren Sie bitte unseren Büro in Berlin. 
Sie erreichen dies unter 030-24342940 oder per E-Mail an: presse@kindervertretung.de

Folgen Sie uns auf Instagram

@deutsche_kinderhilfe
Diese Website verwendet Cookies
Für eine optimale Funktion verwendet diese Website verschiedene Cookies.
Damit Sie das Angebot vollumfänglich nutzen können, müssen Sie der Verwendung zunächst zustimmen.
Sie können wählen, welche Art von Cookies Sie zulassen möchten.