Dringend Pflegeeltern für Flüchtlingskinder gesucht —
Deutsche Kinderhilfe warnt vor verkürzten oder vereinfachten Eignungsüberprüfungen von Pflegeelternbewerbern


22. Januar 2015

Bundesweit kommen immer mehr unbegleitete Flüchtlingskinder zum großen Teil aus Kriegs- und Krisengebieten und oft nicht nur durch die Trennung von ihren Eltern schwer traumatisiert nach Deutschland.

Die Eltern dieser Kinder sind teilweise ums Leben gekommen, teilweise von ihren Kindern getrennt worden oder sie hatten sich schweren Herzens dazu entschieden, zumindest ihre Kinder in Sicherheit zu bringen.

Die Deutsche Kinderhilfe – Die Kindervertreter e. V. begrüßt, dass diesen Kindern in Deutschland geholfen wird.

In den meisten Fällen wird versucht, durch die Jugendämter geeignete Pflegeeltern zu finden, die als Familie auf die betroffenen Kinder und ihre Bedürfnisse entsprechend  eingehen können. Dies ist ein sinnvoller und guter Weg.

 

Die Deutsche Kinderhilfe ruft daher sozial engagierte Familien dazu auf, sich als Pflegeeltern für Flüchtlingskinder beim Pflegekinderdienst des für sie zuständigen Jugendamtes zur Verfügung zu stellen. Derzeit stehen die Jugendämter in Deutschland unter starkem Druck, kurzfristig genügend Pflegefamilien zu finden.

 

Ich warne allerdings davor, auch nur zu erwägen, die Eignungsüberprüfung in Frage kommender Familien zu verkürzen oder zu vereinfachen. Gerade an Pflegeeltern, die ein traumatisiertes Kind aus einem Kriegsgebiet bei sich aufnehmen wollen, das in der Regel nicht einmal die deutsche Sprache kennt, müssen, sowohl zum Schutz der betroffenen Kinder als auch der Familie, besonders hohe Ansprüche gestellt werden. Jedes auch noch so gut gemeinte Experimentieren, würde bei einem Scheitern der Pflegebeziehung zu weiteren Verletzungen an der Seele dieser Kinder führen, die es zu vermeiden gilt“, erklärt Rainer Becker, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe – Die Kindervertreter e. V.

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