Tag der gesunden Ernährung: Deutsche Kinderhilfe und Jommi fordern Einführung der Lebensmittelampel


7. März 2018

Am heutigen Tag der gesunden Ernährung bekräftigen die Deutsche Kinderhilfe und Jommi, die Entwickler von FoodCheck (der Lebensmittelampel als App), gemeinsam ihre Forderung nach Einführung der Nährwert-Ampel, um für VerbraucherInnen mehr Transparenz auf dem Lebensmittelmarkt zu erreichen.


Gerade vor dem Hintergrund des diesjährigen Mottos „Genussvoll Essen und Trinken – den Menschen und der Ernährung verpflichtet“, mahnt die Deutsche Kinderhilfe an, dass es Kindern und deren Familien, insbesondere mit niedrigerem sozioökonomischen Status, nach wie vor nicht möglich ist, im Supermarkt ausreichend informierte Kaufentscheidungen zu treffen. „Die missverständlichen Informationen zu den Inhaltsstoffen auf verpackten Lebensmitteln überfordert Kinder, Jugendliche und häufig auch deren Eltern. Hinzu kommt der Zeitdruck der berufstätigen Eltern, der schnell dazu führt, ungesündere Produkte in attraktiveren Verpackungen einzukaufen, so Rainer Becker, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe e.V. „Diese mangelnde Klarheit über den Gehalt von Zucker, Fett, Salz und gesättigten Fettsäuren in Nahrungsmitteln trägt entscheidend dazu bei, dass Gesundheitsprobleme wie Übergewicht, Adipositas und Diabetes schon bei den Kleinsten unserer Gesellschaft zunehmen. Das kann und darf nicht länger sein“, so Becker weiter.

 

Vor diesem Hintergrund unterstützt die Deutsche Kinderhilfe die Lebensmittelapp von Jommi als Partner, da sie besonders Familien mit Kindern ermöglicht, schnell und einfach gesündere Einkaufsentscheidungen zu treffen ohne dass sie dabei Rechenakrobatik praktizieren müssen. „Das Smartphone als persönlicher Begleiter bietet sich einfach an, viele der vormals abstrakten Themen wie Gesundheit und Ernährung für alle Altersschichten klar, verständlich und nachvollziehbar in die Lebenswelten eines jeden Einzelnen zu integrieren“, so Fabian Oertel von Jommi.

 

Wie kürzlich bei der Vorstellung des „Nationalen Aktionsplans Gesundheitskompetenz“ in Berlin konkretisiert wurde, verfügt jeder zweite Bürger bzw. jede zweite Bürgerin in Deutschland über eine eingeschränkte Gesundheitskompetenz. Deshalb werden u.a. klare gesetzliche Regelungen gefordert. Dazu empfiehlt der Aktionsplan unter anderem die verbindliche Einführung der Lebensmittelampel – eine Empfehlung die die Deutsche Kinderhilfe sehr begrüßt. Leider bleibt der aktuelle Koalitionsvertrag diesbezüglich schwammig. Es ist daher davon auszugehen, dass sich die neue Bundesregierung nicht zu diesem Schritt verleiten lässt und in erster Linie nicht im Sinne der Gesundheit und für die VerbraucherInnen in Deutschland handeln wird.

 

Zu hoffen bleibt, dass es nicht zur Einführung der „Alibi-Ampel“ in Form des von einigen Lebensmittelherstellern entwickelten Modells mit willkürlichen Portionsgrößen kommt. Dieses Modell schadet VerbraucherInnen noch mehr als dass es nützt. Lebensmittelhersteller verfolgen damit vor allem ein Ziel: Produkte durch die Angabe von Mini-Portionen gesund zu schummeln und damit Umsatzeinbußen zu verhindern.

 

 

 

Pressekontakt

Deutsche Kinderhilfe e.V.

Rainer Becker

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