Tag der gesunden Ernährung: ständige Kindervertretung fordert effektivere Maßnahmen der Ernährungspolitik


7. März 2019

Anlässlich des heutigen Tags der gesunden Ernährung bekräftigt die ständige Kindervertretung ihre Forderung nach einer transparenten, farbkodierten und leicht verständlichen Lebensmittelkennzeichnung auf der Verpackungsvorderseite.

Wie der Ernährungsreport 2019 zeigt, wollen 91 Prozent der Befragten, dass Lebensmittel gesund sind. Bundesernährungsministerin Julia Klöckner betont in dem Report selbst, dass sie „die gesunde und bewusste Wahl zur einfachen Wahl machen“ möchte. Zahlreiche Lebensmittel enthalten jedoch deutlich zu viel und häufig auch versteckten Zucker – fatalerweise sogar Kinderprodukte. Dieser ist für die Verbraucherinnen und Verbrauchern und erst recht für unsere Kinder kaum erkennbar. Eine bewusste Kaufentscheidung ist demnach nicht möglich.

„Wenn es der Bundesernährungsministerin wirklich ernst ist mit ihrem Vorhaben, müssen ihren Worten endlich Taten folgen“, fordert Rainer Becker, Vorstandsvorsitzender der ständigen Kindervertretung.

Kritisch sieht Rainer Becker in diesem Zusammenhang auch die Nationale Reduktionsstrategie Klöckners für Zucker, Fett und Salz, da sie auf freiwilliger Selbstverpflichtung der Lebensmittelwirtschaft beruht und den Unternehmen bis 2025 Zeit lässt. Auch die eigentlichen Reduktionsziele, z.B. in Frühstückscerealien für Kinder sind mit 20 Prozent weniger Zucker zu niedrig angesetzt. "Frau Klöckner verkennt in ihrem Engagement leider, dass es hier nicht um den freien Willen der Unternehmen geht, sondern um die Gesundheit unserer Kinder", kritisiert Becker.

Was der Ernährungsreport zudem offenbarte: mit 95 Prozent der Befragten wollen nahezu alle, dass Kindern die Grundlagen gesunder Ernährung in der Schule vermittelt wird. Die Politik ist daher gefordert, Ernährung bundesweit als eigenständiges Unterrichtsfach einzuführen.

Die ständige Kindervertretung fordert die Politik darüber hinaus dazu auf, Maßnahmen für einen besseren Schutz der Kinder vor den irreführenden Werbepraktiken der Lebensmittelindustrie zu treffen und das Kindermarketing für adipogene Lebensmittel besser zu regulieren.

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