Tauziehen beim Digitalpakt ist Armutszeugnis für die Bildungspolitik und geht zu Lasten der Kinder


6. Dezember 2018

Deutschlands Schulen hinken bei der Digitalisierung im internationalen Vergleich hinterher. Der Bund hat bereits den Weg für die dringend notwendige Schuldigitalisierung freigemacht. Fünf Milliarden Euro für den Digitalpakt sollten fließen. Gestern haben die Länder den Durchbruch bei der digitalen Ausstattung der Schulen verhindert.

 

Die „Ständige Kindervertretung“ ist empört, denn das politische Tauziehen beim Digitalpakt geht zu Lasten der Schülerinnen und Schüler in Deutschland. „Wenn es die Länder bislang versäumt haben, für gute digitale Bildung zu sorgen, ist es absurd, eine Einflussnahme durch den Bund gänzlich abzulehnen. Es scheint, als würden die Länder den Föderalismus vorschieben, um auf dem Rücken unserer Kinder um Millionen zu zocken“, so Rainer Becker, Vorstandsvorsitzender des Vereins Deutsche Kinderhilfe – Die ständige Kindervertretung e.V.

 

Sonja Marschall, Schülerin am Taunusgymnasium Königstein und jüngste „Aktive Kindervertreterin“ der „Ständigen Kindervertretung“ äußert sich zu der aktuellen Entwicklung wie folgt: „Ich sehe die aufstrebende Digitalisierung als große Chance an, für unser Land, für die Bildung und für die Kinder. Bildung ist Ländersache und damit in manchen Bereichen kläglich gescheitert. Abiturienten, die wie ich ein Medizinstudium planen, leiden enorm unter der unterschiedlichen Wertigkeit des Abiturs. Die Zeit der Digitalisierung ist längst da, sich jetzt vor ihr zu drücken und aus verletztem Stolz, finanzielle Mittel zu verweigern, ist und bleibt äußerst fragwürdig. Einen Konflikt auf dem Rücken unseres wertvollsten Guts, der Bildung, auszutragen, kann sich kein Land leisten."

 

Die ständige Kindervertretung der Deutschen Kinderhilfe hofft nun, dass eine schnelle Einigung im Vermittlungsverfahren zwischen Bundestag und Bundesrat erzielt werden kann, damit die dringend benötigte Milliardenhilfe des Bundes zügig bei den Schulen ankommt.

 

Deutsche Kinderhilfe – Die ständige Kindervertretung e.V. ist eine von staatlicher Förderung unabhängige Kinderschutzorganisation. Sie setzt sich aktiv und überparteilich für den Schutz und die Rechte aller Kinder in Deutschland ein.

Pressekontakt

Deutsche Kinderhilfe – Die ständige Kindervertretung e.V.

Rainer Becker

Telefon: 030 24 34 29 40

Mobil: 0151 174 89 289

presse@kindervertreter.de

www.kindervertreter.de

<
>

Haben Sie Fragen?

Kontaktieren Sie bitte unseren Pressesprecher Jürgen Mahncke.
Sie erreichen ihn unter 030-24342940 und 0151-43131825 oder per E-Mail an: mahncke@kindervertretung.de