Vorlesetag 2015: Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen und Deutsche Kinderhilfe setzen gemeinsam ein Zeichen für Inklusion


20. November 2015

Alljährlich im November nimmt die Deutsche Kinderhilfe am größten Vorlesefest Deutschlands, dem Bundesweiten Vorlesetag teil, der von DIE ZEIT, der Stiftung Lesen und der Deutschen Bahn Stiftung initiiert wurde, um Kinder für das Abenteuer Lesen zu begeistern und spielerisch ihre Sprach- und Lesekompetenz zu fördern.

 

Heute setzte dabei Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen zum ersten Mal gemeinsam mit den Mitgliedern der Aktion Frühkindliches Hören der Deutschen Kinderhilfe ein Zeichen für Inklusion. So las Bentele in zwei Lesungen den Schülerinnen und Schülern der inklusiven Heinrich-Zille-Grundschule in Berlin aus den Büchern „Das schwarze Buch der Farben“ (Menena Cottin/Rosana Faría, Fischer KJB) und „Piggeldy und Frederick“ (Elke Loewe, Ravensburger Buchverlag) vor.

 

„Geschichten zu erzählen und erzählt zu bekommen ist ein uraltes Bedürfnis von uns Menschen“, sagte Verena Bentele. „Wir tragen durch Geschichten Wissen weiter, drücken Emotionen aus und wecken Kreativität. Jedes Kind sollte unbedingt Zugang zu Geschichten haben – durch einen Vorleser, durch Bücher in Blindenschrift oder Geschichten in Gebärdensprache oder in leichter Sprache. Als studierte Germanistin bin ich selbst begeisterte Leserin. Daran haben sicher meine Eltern einen großen Anteil. Dieses Vergnügen gebe ich gerne weiter.“

 

Rainer Becker, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Kinderhilfe wies anlässlich des Vorlesetags auf die Bedeutung des Lesens für die persönliche Entwicklung und gesellschaftliche Teilhabe von Kindern hin. „Die Lese- und allgemeine Schriftsprachkompetenz sind der Schlüssel zur Welt. Um im Sinne von Bildungsgerechtigkeit ausnahmslos ALLEN Kindern den Zugang zum Entdecken unserer Welt zu ermöglichen, sollten sie auf individuell angemessene Weise beim Lesen lernen und dem Schriftspracherwerb gefördert werden“, so Becker.

 

Auch Vertreter der Aktion Frühkindliches Hören, die sich für die Inklusion von Kindern mit angeborener Schwerhörigkeit oder Gehörlosigkeit einsetzen, nahmen an den Lesungen teil. Sie hoben die Bedeutung des Hörvermögens hervor, das für den Erwerb der Lautsprachkompetenz und der Schriftsprache entscheidend ist.

Prof. Dr. Rainer Schönweiler, Leiter der Sektion für Phoniatrie und Pädaudiologie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck und Mitglied der Aktion Frühkindliches Hören erklärte dazu: „Nur wenn angeborene und auch nach der Geburt entstandene Schwerhörigkeiten rechtzeitig entdeckt und z.B. mit Hörgeräten behandelt werden, können die betroffenen Kinder weitgehend normale sprachliche Fähigkeiten erwerben, die es ihnen erlauben, beim Vorlesen zuzuhören, den Sinn zu erfassen und am Inhalt Freude zu empfinden. Diese Fähigkeiten und positiven Erfahrungen sind die Voraussetzung dafür, nach der Einschulung Lesen und Schreiben zu lernen und das Erlernte durch Freude am Lesen z.B. von Büchern weiter zu trainieren.“

 

Pressekontakt

Deutsche Kinderhilfe e.V. – Die Kindervertreter                          

Rainer Becker

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