1 Kind. 2 Welten.
Ein Kind möchte lernen, spielen, dazugehören und gesund aufwachsen. Doch welche Chancen es dafür bekommt, ist nicht überall gleich.
„1 Kind. 2 Welten.“ macht diese Unterschiede sichtbar.
Wir vergleichen die Lebensrealitäten von Kindern auf drei Ebenen:
- International:
Wie unterscheiden sich die Chancen von Kindern in Deutschland von denen in anderen Ländern – und was können wir von erfolgreichen Ansätzen lernen? - Bundesländer:
Warum macht es innerhalb Deutschlands einen Unterschied, in welchem Bundesland ein Kind aufwächst? - Soziale Lebensrealitäten:
Welche Möglichkeiten hat ein Kind aus einer einkommensstarken Familie – und welche ein Kind, das von Armut betroffen ist?
Dabei betrachten wir ganz unterschiedliche Bereiche des Kinderalltags: Ganztagsbetreuung, Bildung, Kinderarmut, Gesundheit, Kinderschutz, Digitalisierung, Sport und Teilhabe, Ernährung und mentale Gesundheit. Auch der Föderalismus und seine Auswirkungen auf die Chancen von Kindern werden sichtbar gemacht.
Wir erzählen diese Unterschiede aus der Perspektive der Kinder. Wir zeigen, wo es besser funktioniert, warum es besser funktioniert und was Politik und Gesellschaft daraus lernen können.
Denn nicht Herkunft, Wohnort oder Einkommen sollten darüber entscheiden, welche Zukunft ein Kind hat.
1 Kind. 2 Welten. Kinder brauchen Chancen. Keine Zufälle.
Ganztag: Ein Recht. Zwei Realitäten.
Seit August 2026 wird der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder schrittweise eingeführt. Zunächst gilt er für Erstklässler, anschließend wird er Jahr für Jahr auf weitere Klassenstufen ausgeweitet.
Doch Deutschland startet mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen.
Hamburg: Ganztag ist längst Alltag
- Hamburg hat bereits seit Jahren Strukturen für eine flächendeckende Ganztagsbetreuung aufgebaut.
- Für Familien bedeutet das vor allem Verlässlichkeit und Planbarkeit.
- Kinder können nach der Schule gemeinsam lernen, spielen und ihre Freizeit verbringen.
Köln: Rechtsanspruch trifft auf Engpässe
Auch für Kinder in Köln gilt derselbe Rechtsanspruch. Die Voraussetzungen sind jedoch andere.
- Es fehlen Betreuungsplätze, qualifizierte Fachkräfte und geeignete Räumlichkeiten.
- Die Stadt kann nach aktuellem Stand nicht an allen Grundschulen einen Ganztagsplatz garantieren.
Ein Recht darf nicht vom Wohnort abhängen
Hamburg und Köln zeigen zwei unterschiedliche Ausgangssituationen innerhalb desselben Landes.
- Ein bundesweiter Rechtsanspruch ist ein wichtiger Schritt.
- Entscheidend ist aber, dass er auch tatsächlich bei jedem Kind ankommt.
- Dafür braucht es ausreichend Plätze, qualifiziertes Personal, geeignete Räume und eine verlässliche Finanzierung.
Denn Kinder haben die gleichen Rechte – unabhängig davon, wo sie aufwachsen.
