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Love Bombing: Typische Täterstrategien - Schritt für Schritt
Für ein Kind kann sich ein solcher Kontakt zunächst wie eine echte Freundschaft oder besondere Beziehung anfühlen. Aufmerksamkeit, Anerkennung und das Gefühl, verstanden zu werden, sind für Kinder und Jugendliche wichtig. Täterinnen und Täter nutzen genau diese Bedürfnisse gezielt aus. Besonders Kinder, die sich einsam, unsicher oder unverstanden fühlen, können dadurch leichter beeinflusst werden.
Wichtig ist deshalb: Kinder sind nicht schuld. Sie handeln nicht „dumm“ oder „leichtsinnig“. Die Verantwortung liegt immer bei der erwachsenen Person, die ihr Vertrauen ausnutzt. Viele Betroffene sprechen außerdem nicht darüber, weil sie sich schämen oder Angst vor Ärger und Konsequenzen haben.
Warum kann ein Plattformwechsel wichtig sein?
Ein Kontakt kann beispielsweise beim gemeinsamen Spielen eines Online-Spiels entstehen und anschließend in einem privaten Messenger weitergeführt werden. Täterinnen und Täter versuchen dabei häufig, die Kommunikation aus einem öffentlich zugänglichen Bereich in einen privaten und weniger einsehbaren Bereich zu verlagern. Mit dem Kind über einen Plattformwechsel in eine 1:1-Kommunikation zu treten ist eine immer öfter festgestellte Vorgehensweise der Täter.
Für Eltern und pädagogische Fachkräfte kann deshalb ein plötzlicher Wechsel zu einer anderen App interessant sein. Wichtig ist nicht, automatisch jeden Plattformwechsel als gefährlich einzustufen, sondern darauf zu achten, warum der Wechsel erfolgt und wie sich die Kommunikation verändert.
