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Was tun im Verdachtsfall? – Schritt für Schritt

Was tun im Verdachtsfall? – Schritt für Schritt

Wenn ein Verdacht auf Cybergrooming besteht, sollten Erwachsene zunächst Ruhe bewahren und das Kind emotional unterstützen.

Das Kind unterstützen:

  • zuhören
  • ernst nehmen
  • beruhigen
  • keine Vorwürfe machen
  • keine Schuldzuweisungen
  • dem Kind vermitteln: „Du hast nichts falsch gemacht.“

Digitale Spuren sichern – nicht vorschnell löschen!

Gesichert werden können beispielsweise:

  • Chatverläufe
  • Profile und Profilnamen
  • Nutzernamen
  • Nutzerkennungen und IDs
  • Telefonnummern
  • URLs
  • Plattformnamen
  • Screenshots
  • Datum und Uhrzeit
  • relevante technische Informationen

Kinder löschen Chats häufig aus Angst oder Scham. Täterprofile können außerdem gelöscht oder umbenannt werden. Dadurch können wichtige Ermittlungsansätze verloren gehen.

Danach:

  • keine weitere Kommunikation durch das Kind
  • Profil blockieren
  • Kontakt bei der Plattform melden
  • bei konkreten sexuellen Forderungen: Polizei einschalten
  • bei Erpressung: Polizei einschalten
  • bei Drohungen: Polizei einschalten
  • bei einem geplanten persönlichen Treffen: Polizei einschalten

Wichtig: Die tatverdächtige Person nicht selbst konfrontieren. Eine persönliche Konfrontation kann die Situation verschärfen und mögliche Ermittlungen beeinträchtigen.

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